Feuchtwangen
Tourismus

Mehr zum Taubenbrünnlein

Das Taubenbrünnlein liegt an einem leichten Hang unterhalb des ehemaligen Klosterareals und zählt zu den Orten, an denen Landschaft, Überlieferung und frühe Stadtgeschichte in besonderer Weise zusammentreffen. Die kleine Brunnenanlage markiert einen Platz, der seit Jahrhunderten in der lokalen Erinnerung verankert ist und mit einer der ältesten Feuchtwanger Stadtsagen verbunden wird. Die Überlieferung ist nicht historisch belegt, wirkt jedoch identitätsstiftend und prägt das städtische Selbstverständnis bis heute.

Nach der Sage sei Kaiser Karl der Große während einer Jagd in den umliegenden Wäldern verschollen. Eine Taube habe ihn zu einer Quelle geführt, an der er erschöpft Rast finden konnte. Die Jagdgesellschaft habe ihn dort wieder angetroffen. Aus Dankbarkeit soll Karl der Große an dieser Stelle ein Gotteshaus und ein Kloster errichtet haben, womit er zum legendären Gründer Feuchtwangens wurde. Diese Erzählung steht neben der historischen Entwicklung, die den Ursprung der Stadt im Umfeld eines fränkischen Königshofes sieht, der im späten 8. Jahrhundert als Ausstattungsgut eines Reichsklosters diente und 818/819 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Das Taubenbrünnlein erinnert mit seiner schlichten Gestaltung, der Quelle und dem Brunnenstein an diese überlieferte Gründungserzählung. Der Ort vermittelt zugleich einen Eindruck der frühen Topografie. In seiner zurückgenommenen Ausprägung bildet das Taubenbrünnlein ein Gegenstück zu den geschlossenen Bauformen des Marktplatzes und der Kirchen. Es stellt keinen repräsentativen Ort dar, sondern einen Erinnerungsraum, in dem Sage und historische Entwicklung nebeneinanderstehen.

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