Feuchtwangen
Tourismus

Mehr zum Kreuzgang

Der romanische Kreuzgang zählt zu den prägenden historischen Anlagen Feuchtwangens und gilt als bedeutendes Zeugnis der frühen Klostergeschichte der Stadt. Er entstand als Teil des Salvatorklosters, dessen baulicher Kern seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar ist. Mit seinen Arkaden, Säulen und dem klar strukturierten Hofraum vermittelt der Kreuzgang ein anschauliches Bild monastischer Architektur und Lebensweise. Charakteristisch sind die Arkadenbögen eines Flügels, die auf sechs Pfeilern ruhen und deren Zwischenräume jeweils durch drei Säulchen gegliedert werden. Die Kämpfer der Pfeiler zeigen mehrreihige Schachbrettfriese, während die Würfelkapitelle der Säulchen mit gestuften Schildformen gestaltet sind. Die Kombination aus klaren Grundformen und ornamentalen Details macht den Kreuzgang zu einem typischen Beispiel romanischer Baukunst.

Im Mittelalter bildete der Kreuzgang den Mittelpunkt des klösterlichen Lebens. Er verband zentrale Funktionsbereiche wie den Zugang zur Stiftskirche, die Küchenräume, das Refektorium und die Schlafräume. Der umlaufende Gang diente dem Gebet und der inneren Einkehr, während der Hof zugleich Nutz- und Gartenraum war. Die Lage des früheren Klosters prägt bis heute den Stadtgrundriss zwischen Marktplatz, Unterer Torstraße, Herrenstraße und dem nordwestlichen Abschnitt der Stadtmauer. Damit bleibt der Kreuzgang als bauliches Bindeglied zwischen dem geistlichen Ursprung Feuchtwangens und der späteren städtischen Entwicklung erkennbar.

Im Verlauf der Jahrhunderte war die Anlage Witterungseinflüssen und natürlichen Abnutzungsprozessen ausgesetzt. Der empfindliche Sandstein erforderte wiederkehrende Restaurierungen. Maßnahmen im frühen 20. Jahrhundert, insbesondere am Westflügel, führten zu einer Stabilisierung und zur Wiederherstellung des räumlichen Gesamteindrucks.

Seit 1949 dient die Anlage als Spielstätte der Feuchtwanger Kreuzgangspiele. Die romanischen Arkaden werden dabei als historischer Rahmen genutzt und bilden einen offenen Theaterraum, der die Wirkung des ehemaligen Klosterhofs neu erfahrbar macht. Die geschlossene Architektur prägt bereits vor Beginn der Aufführungen den Eindruck des Publikums und unterstreicht die Bedeutung des Kreuzgangs als kulturellen Ort innerhalb der Stadt.

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