Feuchtwangen
Tourismus

Mehr zur Johanniskirche

Die Johanniskirche ist die „Bürgerkirche“ Feuchtwangens und bildet gemeinsam mit der Stiftskirche ein enges bauliches und funktionales Gefüge im Zentrum der Altstadt. Ihre Anfänge reichen bis in die karolingische Zeit zurück. Um das Jahr 800 entstand, so die Überlieferung, eine erste Johanniskapelle, die Johannes den Täufer als Patron wählte und zugleich als Taufkirche diente. Diese Funktion prägt die Nutzung bis heute: Der Taufstein befindet sich weiterhin in der Johanniskirche, während die Stiftskirche nie über ein eigenes Taufbecken verfügte.

Bauliche Strukturen aus der Romanik sind vor allem an der Südwand des Langhauses und in den unteren Turmgeschossen erkennbar. Ein vermauertes Rundportal lässt den früher tiefer liegenden Kirchenboden erkennen und dokumentiert Veränderungen der Baugeschichte. Bauformen des Turms deuten darauf hin, dass er in seiner frühen Gestalt als freistehender Kampanile errichtet wurde.

Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Johanniskirche durch einen umfangreichen Umbau um 1400, in dessen Zuge Chor und Langhaus erweitert wurden. Eine über der Südtür angebrachte Jahreszahl von 1414 verweist unmittelbar auf diese Bauphase. Aus dem Spätmittelalter stammen zudem die Malereien in den Gewölbefeldern. Das spätgotische Sakramentshaus, die kelchförmige Taufsteinschale, die Kanzel sowie ein Epitaph des Jörg von Ehenheim prägen den Innenraum und geben ihm ein einheitliches kunsthistorisches Gepräge.

Der barocke Altar von 1680 wurde später durch eine Kreuzigungsgruppe ersetzt, deren Figuren aus dem 15. und 17. Jahrhundert stammen. Ergänzend besitzt die Kirche ein Sandsteinrelief aus der Zeit um 1500 sowie ein farbiges Buntglasfenster im Westgiebel, das 1926 von Günther Danco gefertigt wurde und das himmlische Jerusalem darstellt.

Über viele Jahrhunderte war die Johanniskirche die Pfarrkirche Feuchtwangens. Erst 1623 wurde durch markgräflichen Erlass die Stiftskirche zur Gemeindekirche bestimmt, sodass die Johanniskirche ihre ursprüngliche pfarrliche Funktion verlor. Gleichwohl blieb sie bis heute ein wichtiger Ort religiösen Lebens und wurde kontinuierlich genutzt und erhalten. Diskussionen über eine mögliche Umnutzung im 19. Jahrhundert führten zu keiner Veränderung der kirchlichen Nutzung, sodass die Johanniskirche bis heute ihrem kirchlichen Zweck dient.

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