Im Herzen Frankens, wo Geschichte und kulturelles Leben seit jeher eng verwoben sind, widmet sich das Sängermuseum Feuchtwangen einem besonderen Kapitel der europäischen Kulturgeschichte: dem Laienchorgesang. Auf zwei Etagen öffnet sich eine Zeitreise durch über 200 Jahre Chorgeschichte. Eine Geschichte, die weniger von Einzelgenies als von kollektiver Leidenschaft, gelebter Gemeinschaft und dem Wunsch nach klanglicher Entfaltung handelt.
Das Museum beleuchtet nicht nur die Entwicklung des deutschen Laienchorwesens seit dem frühen 19. Jahrhundert, sondern macht sichtbar, wie sehr Singen immer auch soziale Praxis war. In den Ausstellungsräumen begegnet man kunstvoll gestickten Vereinsfahnen, historischen Pokalen, Medaillen, Notenblättern und handschriftlichen Chroniken, aber auch Fotografien und Dokumenten von Chorfesten, die mehr waren als musikalische Großveranstaltungen.
Hier wird deutlich: Der Chor war nicht nur Klangkörper, sondern sozialer Raum, in dem sich Zugehörigkeit, Werte und Zeitgeist spiegelten. Und er ist es vielerorts bis heute.
In seiner Rolle als Zentralstelle zur Dokumentation und Erforschung des Laienchorwesens verfügt das Museum über ein Spezialarchiv mit systematisch erschlossenen Beständen an Noten, Büchern und Zeitschriften – eine wertvolle Grundlage für musikhistorische Forschung ebenso wie für persönliche Entdeckungen.
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