Wer durch den ruhigen Forstamtsgarten schlendert und der Hindenburgstraße folgt trifft am Ende auf ein architektonisches Relikt der alten Stadtmauer: das Obere Tor. Es ist das einzige erhaltene Stadttor der ehemals befestigten mittelalterlichen Stadt, welches einst den Nordeingang zum Klosterbezirk markierte.
Seit 1395 als „Weyerslacher Tor“ urkundlich erwähnt, war es Teil einer funktionalen Stadtgrenze. Die barocke Überformung im 18. Jahrhundert und die Erweiterung in den 1930er Jahren zeigen: Auch historische Substanz lebt, durch Anpassung, nicht durch Erstarrung.
Längst sind die anderen Tore verschwunden. Das Spitaltor fiel einem Brand zum Opfer und das Untere Tor wurde 1869 aus verkehrstechnischen Gründen abgetragen. Umso mehr kommt dem Oberen Tor, beispielsweise als Sitz des Fotoclub Feuchtwangen, heute eine besondere Bedeutung zu.
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