Adresse

Handwerkerstuben
Marktplatz 2
91555 Feuchtwangen

Kontakt


Tel.: +49(0)9852 904 55
Fax: +49(0)9852 904 250
Email: touristinformation@feuchtwangen.de
www.feuchtwangen.de

Öffnungszeiten

Die Handwerkerstuben können nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Termin für Gruppenführungen können über die Tourist Information Feuchtwangen vereinbart werden.

Von April bis Mitte September finden sonn- und feiertags um 14 Uhr immer öffentliche Führungen statt.

Preise

2,50 € pro Person (ab 2020: 3 € pro Person)
1 € für Schulkinder ab 6 Jahren und Studenten

Handwerkerstuben

Bei den Handwerkerstuben handelt es sich um sechs original erhaltene Werkstätten Feuchtwanger Handwerker. Die Handwerkerstuben können nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Die Handwerkerstuben sind eine Außenstelle des Fränkischen Museums Feuchtwangen .

Die im Westflügel des ehemaligen Benediktinerklosters untergebrachten Handwerkerstuben zeigen original erhaltene Werkstätten eines Zuckerbäckers, eines Töpfers, eines Schuhmachers, einer Weberei, einer Blaufärberei und einer Zinngießerei. Sie stammen größtenteils komplett von den letzten Feuchtwanger Handwerksmeistern, die ihren Beruf noch auf traditionelle Weise ausübten.

Zuckerbäcker
Zu sehen ist beispielsweise eine alte, aus Holz gefertigte Gewürzmühle, in der der Zuckerbäcker – heute heißt er Konditor -  die mannigfachen Gewürze zerkleinerte. Daneben steht die „Bretzenbrech“, die zum Kneten schwerer Teige diente. Außerdem wird eine beachtliche Sammlung fein geschnitzter Modeln, die zum Backen des „Eierzuckers“, eines in der Weihnachtszeit beliebten Gebäcks, diente, gezeigt.

Blaufärber
Die Blaufärber färbten mit Indigo, dem eingedickten Saft der Indigopflanze, vor allem Leinen, und bedruckten es mit Mustern. Dieses Verfahren heißt heute Batik oder Reservedruck. Der Färber brachte während der Woche das Muster auf den Stoff, am Wochenende wurde gefärbt, am Montag trocknete der Stoff und der Blaufärber hatte frei – er machte blau!

Töpfer
Durch reiche Tonvorkommen in unserer Gegend blühte das Handwerk der Töpfer, die neben Kacheln auch viel Bauerngeschirr, sowie Spielsachen herstellten. Eine Tonmühle zerrieb den Ton, der mit Wasser gemischt wurde und mit den Füßen geknetet wurde. Die Töpferscheibe diente dazu, runde Formen gleichmäßig mit der Hand frei zu formen.

Zinngießer
Zinn war früher das Tafelgeschirr der Bürger und auch der Klöster. In der Ecke steht ein großer Schmelzofen mit Gießlöffel. Nach dem Schmelzen des Zinns wird es in Formen gegossen – wie beim Glockenguss. Das große Schwingrad dient zum Antreiben der Drehbank, wo das gegossene Stück gesäubert und poliert wurde.

Schuster
Die Schusterwerkstatt ist in ein kleines Wohnzimmer integriert. Auf einer hölzernen Plattform direkt am Fenster steht der Werktisch. In der Mitte des Tisches ist ein Gestell mit einer Petroleumlampe in der Mitte, umgeben von den „Schusterkugeln“. Diese mit Wasser gefüllten Glaskugeln verstärkten das durchfallende Licht der Petroleumlampe.  Werkzeuge hängen an der Wand und die „Leisten“ sind in einem Regal untergebracht.

Weber
Der Flachsanbau wurde früher hier betrieben wie der Anbau von Baumwolle im Süden der USA. Den gesponnenen Flachs (lat. Linum, daraus das deutsche Wort Leinen) brachte man zum Weber, der am Webstuhl Bettzeug und Tischwäsche herstellte. Spinnrad und Haspel, Schiffchen und allerlei anderes Werkzeug vervollständigen diese Werkstatt.

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